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Mit der Fachreihe "Genealogische Schriften für Ostpommern" veröffentlicht die Arbeitsgemeinschaft "Orts- und Familienforschung Schlawe" seit 2001 Artikel, Berichte und Dokumentationen für die genealogische Forschung in Pommern. Inzwischen sind 2 Bände erschienen.
Deutsche Version
Englische Version
Bislang sind die Einwohnerlisten des Rügenwalder Amtes für die Jahre 1648, 1663 und 1732 veröffentlicht worden. Ähnliche Namenslisten für weitere neun Jahrgänge haben über 40 Jahre in Merseburg gelegen und waren in dieser Zeit nicht zugänglich. Erst nach der Wende gelangten sie in das Geheime Staatsarchiv in Berlin zurück und sind seit Mitte der 1990er Jahre für die Öffentlichkeit wieder einsehbar.
Die ursprünglichen Aufzeichnungen der sog. Praestationstabellen und Mühlenlisten sind zum Teil in (alter) deutscher Schrift (Sütterlin) verfasst und teilweise sehr schwer zu entziffern. Deshalb haben die Autoren die Listen verfilmen lassen, sie per Computer in Druckschrift übertragen und sie auf diese Weise vielseitig auswertbar gemacht. Die Inhalte dieser Listen und erste Auswertungsergebnisse werden nun in Buchform veröffentlicht.
Aufgenommen sind die Namen für die Jahre 1731 (mit der Hufenzahl des zugeordneten Bodens) sowie 1736, 1742, 1748, 1757, 1770, 1775, 1787, 1795 und 1803. Die Namenslisten, die "Wirte" mit Kinderzahl sowie Anzahl und Angaben über Gesinde, Einlieger und "Alte Leute" nehmen in tabellarischer Darstellung über 220 Seiten des Buches ein. In weiteren Kapiteln werden die örtliche Orientierung und Geschichte sowie die Verwaltungsstrukturen des Rügenwalder Amtes im 18. Jahrhundert beschrieben. Darüber hinaus werden die Gerichtsvögte, die Landreuter (Polizei), die Heidereuter (Forstbeamte), die Verwalter der Ackerhöfe und die Müller jenes Zeitraums in chronologischer Reihenfolge genannt. Hierzu wurden auch andere Quellen herangezogen, um Lücken auszufüllen und das Bild zu ergänzen.
Insgesamt sind in den aufgeführten Einwohnerlisten über 14.000 "Wirte" verzeichnet und statistisch ausgewertet worden, die Namen nach der Häufigkeit geordnet und in einem Register vereint. In der Abtei gab es ca. 500 verschiedene Namen, im (alten) Amt ca. 400 Namen, wobei zwischen diesen eklatante Unterschiede auftreten. Diese und andere Unterschiede auf so engem Raum sind auffällig und überraschend.
Sehr viele Leser, die aus dieser Gegend stammen, werden ihren Namen bzw. die Namen ihrer Vorfahren hier wiederfinden. Auch andere Interessierte werden von der Fülle des Materials und den Ergebnisse überrascht sein und einen einzigartigen Einblick in die ländliche Struktur der damaligen Zeit erhalten. Hiermit ist dieses Buch eine hervorragende Ergänzung der bisher über den "Kreis Schlawe" erschienenen Literatur.
"Genealogische Schriften für Ostpommern" Band I
Dr. Ulrich Neitzel und Mathias Sielaff: Die Einwohnerlisten des Rügenwalder Amtes 1731 - 1803; 340 Seiten DIN A4, eine Landkarte, drei Abbildungen der Originalschrift, umfangreicher Tabellenteil sowie diverse Einzeltabellen; Preis: 35 Euro, zuzügl. Porto und Verpackung.
Beispiel für die Original-Dokumente
Rezension von F. Spring im Sedina-Archiv 4/2001
Gegendarstellung der Autoren zur Rezension von F. Spring
Rezension Haik Thomas Porada, Baltische Studien, Band 87/2001
Sie sind eingeladen, Ihr Exemplar zu bestellen. Bitte kontaktieren Sie hier!
Kontakt: mathias.sielaff@haus-schlawe.net
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Copyright © Mathias Sielaff, Januar 2002