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Aktuelle Publikation: Das Adressbuch des Kreises Schlawe 1928

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Willy Birkemeyer 

Eine Jugend hinter Stacheldraht. Als 16-jähriger Flak-Helfer in sowjetischer Kriegsgefangenschaft 

394 Seiten, sw-Abbildungen, fester Einband 19 EURO zzgl. Versandkosten ISBN 3-402-05269-5

 

Aschendorff Verlag Münster Tel.: 0251/690-136 Fax: 0251/690-143 E-Mail: buchverlag@aschendorff.de

 

 

 

Im Januar 1945 gerät Willy Birkemeyer als sechzehnjähriger Flak-Helfer nahe Breslau in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Für den überzeugten Hitler-Jungen, der ungebrochen an den vermeintlichen "Endsieg" glaubt, bricht eine Welt zusammen. Auf dem Marsch in die Gefangenschaft erlebt er hautnah Brutalität und Grausamkeit der sowjetischen Bewacher. Viele kommen durch Entkräftung oder Krankheit ums Leben. Die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal, und nur die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat hält die Deutschen am Leben. Das Kriegsende erlebt Willy in Przemysl, wird dann nach Kiew verlegt und gelangt schließlich in ein Lager in Mariupol am Asowschen Meer, wo die Gefangenen in einem großen Stahlwerk eingesetzt werden. Er ist jung und neugierig - aber vor allem sprachbegabt. Durch seine frisch erworbenen Russisch-Kenntnisse kann er viele Kontakte zu seinen Bewachern und den Mitarbeitern des Stahlwerkes knüpfen. In dem Lager richten sich Gefangene und Bewacher mit der Situation ein. Der Alltag des Lagerlebens wird zur Lebenswelt. Man "organisiert" und hilft sich gegenseitig. Die Deutschen stellen gar eine Theater-Truppe auf die Beine und Willy kann - eigentlich undenkbar - einen regen Briefwechsel mit der Familie daheim führen. Es scheint fast, dass Deutsche und Russen Hand in Hand arbeiten, um aus der Situation das Beste zu machen. So entwickeln sich Oasen der Menschlichkeit inmitten der rauhen und beschwerlichen Gefangenschaft. Ein sowjetischer Betriebsleiter will ihn gar als seinen Sohn bei sich behalten. Aber mehr noch, hier lernt der junge Kriegsgefangene seine große Jugendliebe kennen. Hin- und hergerissen zwischen der Zuneigung zu seinen neuen Freunden und der Sehnsucht nach der Heimat kann der Autor endlich im September 1949 nach Deutschland zurückkehren. Seine Jugend - wie die vieler Gleichaltriger - erlebt er hinter Stacheldraht. 

Aber nach mehr als 50 Jahren lebt plötzlich die Zeit seiner Kriegsgefangenschaft wieder auf.

 

 

 

 

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Copyright © Mathias Sielaff, Januar 2002